Am Dienstag, dem kalendarischen Tag von „Mariä Heimsuchung“, feierten wir das Patrozinium unserer Pfarrei. Dabei wurde dieser früher im Pfarrei-Leben bedeutende Tag mit einem feierlichen Gottesdienst abgerundet, bei dem auch die Fahnen-Abordnungen der kirchlichen Vereine und Verbände anwesend waren. Viele Gläubige nahmen an dem von Pfarrer Dr. Josy Joseph mit den Diakonen Michael Weigl und Otto Belle gefeierten Gottesdienst teil. Mit diesem alljährlichen Gedenken wird auch die Geschichte dieses auf der Isar-Hangleiten thronenden Gotteshauses aufrechterhalten. Urkundlich ist dieses bis in das Jahr 1157 und somit über die Stadterhebung Landshuts (1204) hinaus gesichert. Damals wurden auch die Bistumsgrenzen verändert. Die Kirche kam damit aus der Pfarrei Ergolding zur Pfarrei Eugenbach. Im Jahre 1365 wurde von dort der Pfarrsitz nach Altdorf verlegt, weil die Wallfahrt zur „Frauenkirche“ einen großen Aufschwung genommen hatte. Die von Urkunden abweichende Entstehungslegende ordnet den Bau der „Frauenkirche“ der Herzogin Ludmilla zu und somit etwa ein Jahrhundert später ein. So berichtet der Heimatbuch-Autor Ernst Gruß, das die Herzogin als Dank diesen Kirchenbau erstellen hat lassen, weil die Schwaiger ihre beiden Söhne Otto und Albrecht vor dem ins Land eingefallenen Böhmenkönig Ottokar in Sicherheit gebracht hätten. Diese Rettung erfolgte aber erst um das Jahr 1225. Die Pfarrkirche „Mariä Heimsuchung“ kann, wie Ernst Gruß in dem von ihm verfassten Kirchenführer schildert, auf eine wechselvolle Baugeschichte zurückblicken. Schlimme Zeiten hat die Kirche beim kriegerischen Einfall der schwedischen Truppen erlebt. Davon zeugen auch Gedenktafeln und beschriebene Epitaphe (Grabinschrifts-Tafeln). Auch bei Kampfhandlungen in den letzten Kriegstagen Ende April 1945 wurde die barocke Turmspitze, die 1771 geschaffen worden war, stark beschädigt. Amerikanische Truppen hatten dort einen Meldeposten der deutschen Wehrmacht vermutet. Nach dieser Beschädigung erhielt der Turm zunächst eine Notbedachung. Erst im Jahre 1970 wurde die Turmspitze ähnlich der früheren Ausführung wieder aufgebaut. Heute erstrahlt die „Frauenkirche“ weit sichtbar in einem gut restaurierten Zustand.