Das Beten stand im Mittelpunkt des Vorstellungsgottesdienst der 30 Kommunionkinder am vergangenen Sonntag. Mit Verweis auf das Evangelium stellte Diakon Michael Weigl in seiner Begrüßung heraus, dass Berge in der Bibel immer auch Orte der Gottesbegegnung waren. "Wer auf einen Berg steigt, ist dem Himmel näher. Jesus steigt hinauf um zu beten," betonte Weigl. 
Die Vorstellung der Kommunionkinder begann Tischmutter Elisabeth Neugebauer mit einer Erzählung über Engel, die die Menschen auf der Erde zu mehr Beten bringen wollten. Die Engel mussten besorgt feststellen, dass die Menschen fast ganz aufgehört hatten zu beten, obwohl diese zwar davon wussten, aber keine Zeit zum Beten fanden. Um diesem Problem Abhilfe zu schaffen, schuf Gott die 25. Tagesstunde, die als "Stunde Gottes" in das Leben der Menschen eingehen sollte. Als man im Himmel aber feststellen musste, dass nicht mehr Gebete ankamen, sandte Gott abermals Engel zur Erde. Die Geschäftsleute entgegneten ihnen, dass die Kosten für die Umstellung durch erhöhten Einsatz herein gearbeitet werden müssen. Und die Gewerkschaften beanspruchten die zusätzliche Stunde für eine längst überfällige Forderung nach mehr Erholung für die Beschäftigen. Intellektuelle Kreise hingegen gaben den Engeln zu verstehen, dass dem mündigen Bürger niemand vorschreiben könne, was er mit dieser Stunde mache.
Die Engel trafen aber auch Menschen an, die jetzt noch 
leichter Zeit fanden für den Dienst an den Mitmenschen und die Teilnehme am Gottesdienst. Dies waren jedoch die Menschen, die schon vorher genügend Zeit zum Beten gehabt hatten. Der himmlische Rat erkannte, dass Zeit alleine kein Beten hervorbringt. Entscheidend ist vielmehr, ob wir bereit sind Gott zu begegnen und mit ihm ins Gespräch zu kommen. Die Erzählung schloss mit der Abschaffung der 25. Tagesstunde. Beim letzten Treffen der Tischgruppen, so Neugebauer, haben die Kinder erkannt, dass sich beten lernen lässt. Für die fünf Tischgruppen stellten die Kinder auf Plakaten gute Gründe für das Beten dar. So ist Beten "reden mit Gott", er ist ein guter Freund und hat immer ein offenes Ohr. Auch gibt es für Gebete keine Vorschriften und ist mit eigenen Worten möglich. Außerdem fordert die Bibel ausdrücklich das Gebet in einer Gemeinschaft, wie es auch die Familie oder Pfarrfamilie sind. Schließlich stellten sich die jungen Christen noch namentlich den Gottesdienstbesuchern vor. 
Den feierlichen Gottesdienst zelebrierte der frühere Pfarrer der Pfarrei Eugenbach-Münchnerau, Josef Gietl, musikalisch umrahmt vom Kirchenchor unter der Leitung von Rudi Gallecker und Arnold Eibl an der Orgel. Nach weiteren Vorbereitungstreffen freuen sich die Mädchen und Buben schon auf ihren großen Tag der heiligen Erstkommunion am 19. Mai.