Mit Gesichtsmasken zwei Ziele erreicht

von Veronika Kriegl

Unter der Corona-Pandemie leidet auch das örtliche Spenden-Aufkommen für soziale und kirchliche Zwecke“. Vor diesem Hintergrund haben Frauen, alle in der katholischen Pfarrei engagiert, sich schon vor einigen Wochen dazu entschlossen, auch „Gesichtsmasken“ gratis zu nähen. 

Fast tausend Stück haben diese selbstlosen „Näherinnen“ bereits gefertigt, um den  erkennbaren „Mangel an Schutzmasken“ örtlich zu mindern. Die „Gesichtsmasken“ wurden unter anderem an Altenheime, Asylbewerber-Unterkünfte, Einkaufsmärkte für Kassenkräfte sowie karitativ engagierte Mitbürger abgegeben. Dafür erhaltene Spenden kommen ausschließlich sozialen Zwecken und der „Garissa-Hilfe“ zugute.      

Gerade der kirchliche Verein „Für und mit Garissa“, der die gleichnamige Pfarrei im Nordosten Kenias seit zwei Jahrzehnten finanziell unterstützt, spürt heuer das Ausbleiben von Erlösen aus den von der Pfarrei alljährlich durchgeführten Flohmärkten und sonstigen Aktionen. So konnten in den vergangenen Jahren jeweils rund 10 000 Euro an die afrikanische Partner-Pfarrei überwiesen werden. Damit wurden soziale und schulische Aufgaben mitfinanziert. Und dabei kann dort mit einem Euro etwa das Zehn- bis Zwanzigfache wie hier in Deutschland bewegt werden. 

Im Diözesan-Gebiet von Garissa befindet sich das größte Flüchtlingslager Afrikas mit fast einer halben Million Menschen. Die Gefährdungslage hat sich dort, wegen des Erstarkens der aus Somalia einsickernden Terror-Miliz „al-shabaab“, eher vergrößert als vermindert. Im Jahre 2015 hat diese Terror-Miliz sogar einen Anschlag auf die örtliche Universität von Garissa mit weit über hundert Toten verübt. Hierbei wurden gezielt christliche Studenten ausgesucht und ermordet. Dieses Trauma ist auch heute noch allgegenwärtig.  

Laut Aussage der Vorsitzenden Beate Kipper vom zitierten kirchlichen Verein hat sie erst in diesen Tagen von „missio“ einen aktuellen Bericht über die dort schwierige Lage erhalten. Selbst die im Dienste der katholischen Kirche tätigen Europäer sind der Corona-Pandemie total ausgeliefert. Es fehlt alles und hierbei am meisten das Geld.  

„Wenn die finanziellen Hilfen ausbleiben, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn sich immer mehr Afrikaner auf den gefährlichen Weg nach Europa begeben“, meint dazu Rita Fuchs, die es in den vergangenen Jahren immer wieder geschafft hat, mit ihren Flohmärkten einen ansehnlichen Spendenbetrag für die afrikanische Partner-Pfarrei zu erzielen. Heuer wird dieses Spendenaufkommen, wegen der Corona-Pandemie, kaum erreicht, befürchtet die recht engagierte Christin.  

 

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